Rückblick Workshop Wanderfische: Deutsche und holländische Experten setzen sich für die Fische im Niederrhein ein

11 Juli 2018 |
GBRA

Ziel des Interreg-Projekts „Grün Blaue Rhein Allianz“ ist es, eine gemeinsame Datenbasis zu entwickeln und notwendige Standardisierungen auf den Weg zu bringen - als Grundlage für eine einheitliche Bewertung des ökologischen Potentials des Niederrheins.

Im Plenarsaal der Bezirksregierung Düsseldorf diskutierten die Teilnehmenden, ob sie die Wege und Aufenthaltsorte der Fische ausreichend kennen und schützen. Positive Entwicklungen und aktuelle Herausforderungen beim Fisch-Monitoring im Niederrhein auf niederländischer und deutscher Seite wurden ausgetauscht. Erste Empfehlungen für die Überwachung von Langdistanzwanderfischen, Flussfischen und für Jungfischen sind erarbeitet worden.

Die Langdistanzwanderfische wie Lachs, Aal und Maifisch stehen in beiden Regionen bereits länger im Fokus der Öffentlichkeit und der Fachwelt z. B. im Rahmen von Wiederansiedlungsprogrammen. Schutzwürdig sind aber auch andere weniger bekannte Arten mit langen Wanderdistanzen wie die Meer- und die Flussneunaugen und die Nordseeschnäpel.

Alle Arten brauchen geeignete Laich- und Jungfischhabitate oder Nahrungs- und Ruheräume. Diese müssen sie in überwindbaren Distanzen vorfinden, um sich in der vielgenutzten Wasserstraße halten zu können oder in die angrenzenden Zuflüsse zu wandern.

Ein weiteres Thema war die Überwachung der Bestände. So wurde festgestellt, dass ein Abstimmungsbedarf in Bezug auf Zeitraum der Erfassungen und verwendete Methoden besteht. Ebenso sind für seltene Arten wie die Langdistanzwanderfische spezifische Methodiken notwendig, um deren Vorkommen, Gefährdungen und Entwicklungspotentiale im Rheinhauptlauf und in der Aue abschätzen und in Genehmigungsverfahren angemessen berücksichtigen zu können.