Rückblick auf den Workshop zur Auenentwicklung

20 Mai 2021 |
GBRA

Am Donnerstag, den 22. März 2018, wurde von der GBRA der erste in einer Reihe von vier Workshops zum Thema “floodplain development“ organisiert. Dieses erste Treffen von mehr als 30 deutschen und niederländischen Experten fand in Kekerdom statt. Im Rahmen der vierteiligen Workshopreihe arbeiten deutsche und niederländische Experten an der Erweiterung ihrer Kenntnisse bezüglich Chancen und Bedrohungen wasserbezogener Lebensräume in Auengebieten. Das Arbeitsgebiet erstreckt sich ungefähr von Wesel bis Arnheim. Ziel dieses Nachmittags war es, durch den Wissens- und Erfahrungsaustausch einige chemische und hydrologische Voraussetzungen für Wasserlebensräume in Auengebieten zu bestimmen. Ein deutscher und ein niederländischer Experte hielten aus ihrer Perspektive eine Einführung in den Sachverhalt. Anschließend teilten sich die 40 Teilnehmer in kleinere Gruppen auf, um auf der Grundlage folgender Frage miteinander ins Gespräch zu kommen: Was sind die aktuellen chemischen und hydrologischen Einschränkungen im Fluss- und Auensystem des Rheins zwischen Wesel und Arnheim? Ein Beispiel ist das übermäßige Wachstum einer bestimmten Pflanzenart, wie beispielsweise von Phragmites australis.

Der Nachmittag brachte für beide Seiten neue Erkenntnisse und rief zahlreiche Reaktionen dieser Art hervor: “Ich wusste nicht, dass sich dies auf der anderen Seite der Grenze abspielt.“ Derartige Bemerkungen sind wichtig für ein Programm wie dieses, bei dem grenzüberschreitend an einem natürlichen, aber auch sicheren Fluss- und Auensystem des Rheins zusammengearbeitet wird. Die Ergebnisse des Workshops, ergänzt mit Informationen vier konkreter Fälle der Grenzregion, stellen den ersten Schritt in der Entwicklung einer ökologischen Chancenkarte dar. Beim nächsten Workshop, im September 2018, werden diese konkreten Fälle eine prominente Rolle spielen.