Mitströmende Nebenrinnen verbessern das Flusssystem, aber benötigen einen langen Atem | Grün Blaue Rhein Allianz

5 Dezember 2018 |
GBRA

Am 8. November trafen sich rund 30 deutsche und niederländische Flussspezialisten in Fort Pannerden, um Wissen und Erfahrungen über Nebenrinnen entlang des Rheins auszutauschen. Die Lage von Fort Pannerden an einer historischen und für den Wasserhaushalt der Region wichtigen Stelle, an der sich der Rhein in Waal, Nederrijn und IJssel aufspaltet, gab viele Anregungen für den Gedankenaustausch. Am Morgen ging Jaring van Rooijen (Staatsbosbeheer) in ‚Lessons Learned‘ auf eine bereits realisierte Nebenrinne entlang der Waal ein; ein Prozess von fast 20 Jahren. Herr Klingel (Bezirksregierung Düsseldorf) erläuterte die Planungen (Priorisierung, Probleme und Herausforderungen) bei der Anlage von Nebenrinnen im deutschen Rheingebiet. Michiel van de Bergh (World Wildlife Fund) betonte die Wichtigkeit eines natürlicheren und nachhaltigeren Flusssystems: Lebendige Flüsse.

lezing

Nach einer schönen Exkursion durch die trockengefallene Nebenrinne in der Klompenwaard während der Mittagspause, wurde am Nachmittag hart an der Entwicklung von Ideen für (mitströmende) Nebenrinnen in drei spezifischen Gebieten (Gendtse Waard, Salmorth/Schenkenschanz und Kijfwaard) gearbeitet. Die wichtigsten Themen waren: Warum hier eine Nebenrinne? Welche Ziele können erreicht werden? Was sind wichtige Voraussetzungen oder andere Funktionen, die berücksichtigt werden müssen? Wie kann ein Entwurf für eineNebenrinne aussehen?

 

Workshop

Es war inspirierend, um von verschiedenen Menschen unterschiedliche Perspektiven und Probleme zu hören. Die Botschaft ist klar geworden: Mitströmende-Nebenrinnen verbessern das Flusssystem, aber es braucht einen langen Atem um sie in unserem stark normalisierten und befahrenen Flusssystem tatsächlich zu realisieren.

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