Hier wird´s eng

27 Februar 2019 |
GBRA

Auf Grundlage der Kartierungsergebnisse der Ottergruppe entstand im Laufe der letzten Monate eine interaktive Karte, aus der die Gefährung des Otters durch den Straßenverkehr an Gewässrn abgelesen werden kann („Bottleneck“). Bei der Suche nach Otterspuren an Brücken, Durchlässen und ähnlichen Bauwerken erfassten die Experten nicht nur Hinweise auf das Vorkommen des Otters, sondern auch viele weitere Faktoren wie etwa das Vorhandensein von Bermen, Laufbrettern, Leiteinrichtungen und wilddichten Zäunen, das Verkehrsaufkommen und die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Nach einheitlichen Entscheidungskriterien wurde für jedes der Bauwerke ermittelt, wie gefährlich diese Stelle für Otter ist.

Bottleneck karte

Was hat dies nun mit dem Otter zu tun? Als Säugetier mit starker Bindung an Gewässer folgt der Otter gerne dem Lauf von Bächen und Flüssen. Aber er schwimmt ungerne in eine dunkle Öffnung hinein und unterschwimmt daher breitere Brücken nicht. In solch einem Fall verlässt er das Wasser und unterquert die Straße z.B. auf einer Berme am Flussufer. Ist diese aber nicht vorhanden, läuft er über die Straße. Und dann wird eine Straße zum gefährlichen Ort, wo immer wieder Otter überfahren werden - bei einer solch seltenen Art ein fatales Ereignis für die Population. Die im Projekt erstellte Karte wiederum dient als Entscheidungshilfe, um an den richtigen Stellen Maßnahmen zum Schutz des Otters vor dem Straßenverkehr umzusetzen.