Die Grün-Blaue Rhein-Allianz beginnt

15 November 2017 |
GBRA

Die Grün-Blaue Rhein-Allianz wurde am Mittwoch, 15. November erfolgreich gestartet. In der deutsch-niederländischen Grenzregion wurde dieses europäische Programm zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden entwickelt. Dies beinhaltet wirtschaftliche, soziale und regionale Zusammenarbeit und schafft neue Möglichkeiten für die Grenzregionen. Dieses Programm konzentriert sich auf natürliche Hochwasserentwicklung und Migration von Fischotter und Wanderfischen. Es ist ein Projekt, bei dem nicht nur das Wissen und die Expertise von zehn deutschen und niederländischen Partnern, sondern auch von vielen Workshop-Teilnehmern auf ein höheres Niveau gehoben wird.

Die Natur verbinden

Innerhalb die Grün-Blaue Rhein-Allianz ist der Rhein das Element, das die Gebiete seit Jahrhunderten buchstäblich miteinander verbindet. Diese Verbindung ist wichtig für Menschen, Wirtschaft, Landschaft, Wasser und Natur. Sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden gibt es entlang des Rheins mehrere wichtige Naturschutzgebiete. Im Moment funktioniert die Landschaft noch nicht als Ganzes. Um dies zu erreichen, müssen die verschiedenen Naturschutzgebiete durch ein ökologisches, politisches und wissenschaftliches Netzwerk miteinander verbunden sein. Dieses Netzwerk ermöglicht die Migration von Land- und Wassertieren. Dadurch können die Tiere die unterschiedlichen Lebensräume nutzen, die sie im Grenzgebiet derzeit noch nicht haben.

Fischotter und Wanderfische

Eines der Ziele der Green Blue Rhine Alliance ist es, Barrieren für Otter im Grenzgebiet zu lösen. Auf diese Weise wird eine Karte erstellt, in der alle Flaschenhälse markiert sind, woraufhin Lösungen für die spezifischen Probleme entwickelt werden. Dazu sind beispielsweise Zäune, Rohre wie Otterpassagen, Gangways unter einer Brücke oder Vegetation zu entwickeln. Auch für wandernde Fische werden unterschiedliche Maßnahmen ergriffen. Der Rhein ist ein wichtiges Gebiet für Wanderfische, darunter seltene Arten wie Lachs, Aal und Flint. Im Rahmen des Programms Green Blue Rhine Alliance wird ein grenzüberschreitendes Forschungsnetzwerk für Wanderfische eingerichtet. Bildungsveranstaltungen wie Feldunterricht für niederländische und deutsche Schulkinder gehören ebenfalls zur Grün-Blaue Rhein-Allianz.